Der Lauf der Zeit.

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Jahrgang 2015 - Das Jahr der Sonne. Der Januar startete bei uns mit Schnee und kalten Temperaturen, die aber nicht lange andauerten. Der Februar und der März lagen im Durchschnitt der letzten Jahre, was Temperaturen und Niederschlag anging. Der Austrieb der Reben war mittelfrüh - ca. 1 Woche vor dem langjährigen Schnitt. Schon im Mai waren die Böden aufgrund der fehlenden Niederschläge nicht mehr mit genügend Wasser versorgt. Dennoch ging die Entwicklung der Reben zügig voran. Die Temperaturen tagsüber waren nicht zu heiß und die milden Nächte sorgten für ein optimales Rebenwachstum ohne Stress. Das änderte sich dann im Juli, nicht nur für die Reben sondern auch für uns. Die anhaltende Trockenheit und die fehlende Aussicht auf Regen veranlasste uns dazu unsere Weinberge zu bewässern. In den Anlagen die mit Tröpfchenbewässerung ausgestatten sind, wurden ca. 1 Millionen Liter Wasser gefahren. Alle anderen Weinberge beregneten wir mit unseren Beregnungsanlagen und Wasser aus dem Main. Das wir hier die Richtige Entscheidung getroffen haben, bestätigte sich spätestens als der Regen auch im August ausblieb und der deutsche Hitzerekord mit 40,7 ° C nicht weit von uns in Kitzingen gemessen wurde. Es sah alles nach einem Jahrgang wie 2003 aus. Erstaunt waren wir dann, als wir die ersten Säfte im Keller hatten und die Säurewerte trotz der Reife der Trauben nicht so niedrig wie befürchtet waren. Besonders die Rieslinge hatten trotz 100 ° Oechsle immernoch eine Säure von 10 g/l. Die Lese gestaltete sich dementsprechend einfach. Wir ernteten gesunde und reife Trauben, und auch die Menge war dank der ausreichenden Wasserversorgung der Trauben nicht geringer als in den letzten Jahren.