Der Lauf der Zeit.

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Jahrgang 2014 - Durch die frühe Vegetation und dem schönen trockenen Frühling, stieg auch gleichzeitig die Angst vor den Eisheiligen. Diese blieben aber für uns, glücklicherweise, ohne Folgen. Wenige bis keine Frostschäden wurden in unseren Weinbergen verzeichnet. Der weitere Verlauf gleicht dem Jahrgang 2003. Durch ungewöhnlich warme Temperaturen - dem subtropisch naheliegenden Klima - mussten wir uns mehr um die Bodenbewirtschaftung kümmern. Durch das Umbrechen der Begrünung und das Ausbringen von Mulch, wurde der Boden mit den wenigen Regenfällen und den leichten Frühnebeln feucht gehalten. Auf die Entblätterung wurde ein großes Augenmerk gelegt, um Licht und Luft an die Trauben zu lassen und die Reife nicht zu beeinträchtigen. Bis Mitte August, sah alles super aus: Gesunde Trauben und gesunde Rebstöcke. Doch je näher der Herbst kam, umso mehr sorgten wir uns um unsere Trauben, die nach anfänglicher Trockenheit die enormen Wassermengen vom August zu verarbeiten hatten. Aufgrund der Fäulnis, die sich durch die feuchte Witterung sehr schnell ausbreitete, mussten wir unsere Trauben ständig kontrollieren, selektieren und genau überlegte Boden- und Blattarbeit leisten. Ständige Kontrollen im Weinberg und das Ausschneiden der nicht gesunden Trauben, standen an der Tagesordnung. Unsere &Üuml;berlegungen über den optimalen Lesezeitpunkt glichen einem klassischen Sprint bei der Olympiade. Zu früh gestartet ist man disqualifiziert, zu spät gestartet verliert man. &Üuml;bertragen auf uns heißt das zu früh geerntet fehlt die Reife, und zu spät geerntet gewinnt die Fäulnis. So haben wir unseren Müller – Thurgau, Riesling, Scheurebe und Silvaner in zwei – drei Lesegängen geerntet, um Vollreife, gesunde Trauben keltern zu können. An eine Lese die von so kurzer Dauer und so arbeitsintensiv war, werden wir noch in Jahren zu erzählen wissen. Wir können uns auf einen Jahrgang freuen, der sich mit einer glasklaren Aromatik und einer herkunftsbezogenen Stilistik präsentiert. Die Weine zeigen einen moderaten Alkohol und eine eingebundene Säure.