Der Lauf der Zeit.

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Jahrgang 2011 - Für jeden Winzer gilt: Nach der Lese ist vor der Lese. Denn jedes Weinjahr beginnt nicht im Januar, sondern bereits im Oktober, sobald die Lese des Vorjahres abgeschlossen ist. Der Jahrgang 2011 kann auf außergewöhnlich spannende abwechslungsreiche Monate mit ungewöhnlichen Wetterlagen zurückblicken. Auf einen besonders schneereichen und frostigen Winter, der bereits im November begann, folgte ein ungewöhnlich mildes Frühjahr. So war die ersten Anzeichen der Austriebe bereits im März zu entdecken – also rund einen Monat früher als üblich. Auch der April zeigte sich bereits sommerlich warm und sonnig, so dass der Austrieb zügig Voranschritt. Doch dann kam die Nacht vom 3. auf den 4. Mai und frostige Temperaturen von bis zu -5 Grad ließen die Triebe erfrieren. Dank der Steilhänge der Escherndorfer Weinlagen, die die Form eines Hohlspiegels geben, richteten die kalten Temperaturen einen vergleichsweise geringen Schaden an. Nach der frostigen Nacht setzte jedoch die Trockenheit im Mai und Juni der Natur sehr zu. Aber der langersehnte Regen kam. Ein tiefes Durchatmen. Doch das ungewöhnliche Jahr 2011 hatte noch weitere Überraschungen zu bieten. Mit dem Regen kam auch Hagel, der den Trauben in vielen Gebieten Schaden zufügte. Aber auch dieses Mal funktionierte der Schutzschild über Escherndorf. Und dann kam er: ein unbeschreiblicher Spätsommer. Mit hohen Temperaturen läutete er das Ende eines aufregenden Weinjahres ein. Die Helfer erschienen in kurzer Hose und einem Lächeln auf dem Gesicht - zwei Wochen früher als in den Vorjahren. Tja! Und die Weine? Die könnten so außergewöhnlich werden wie das Wetter. Fest steht schon jetzt: Die warme Witterung sorgte für eine ausgeprägte goldgelbe Färbung der Beeren und optimale Werte von Mostgewicht und Säure. Die Weine präsentieren sich mit einer glasklaren und intensiven Aromatik. Ihr filigraner aber gleichzeitig athletischer Körper erscheint belebend aber dennoch ausgewogen, mit einer perfekten Balance zwischen Süße und Säure. Das Weingut Horst Sauer freut sich jedenfalls auf Weine, die ein unglaubliches Trinkvergnügen bereiten.